GLOW-Wandelingen
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102e Wandeling Zondag, 12-06-2011, Namurbewölkt, 19° (Christian) Will, Christian, als Gast Sascha Braun erkunden den Westen und Nordwesten von Namur mit Kalk-Steinbrüchen, Bootsfahrt, vielen Brücken, Eisenbahn-Werken, der Sambre und einer als Radweg neu genutzten Eisenbahn. Teilnehmer: Will Urselmann, Christian Brünig, als Gast Sascha Braun. Bewölkt, 20° Es wird heute lange hell bleiben. So fahren wir heute etwas weiter bis Namur und parken an der Piscine im Stadtteil Saint-Servais. Wir überqueren sofort die als Fietspad umgebaute ex-Eisenbahn-Linie 142 (Namur-Hoegaarden) und steigen auf schmalem Trampelpfad zwischen Wald und einer langen „nur-so“-Mauer steil bergan, bis wir die Kante der Hochfläche nördlich der Sambre erreichen. Direkt unter uns, durch einen Zaun gesichert, zwei ehemalige Kalk-Carrieres. Schöne Aussicht auf die gesamte Stadt. Wir umrunden sie und steigen östlich davon wieder ab. Beide Steinbrüche sich heute für Sport und Spiel geöffnet. Es stehen noch insgesamt vier ex-Kalköfen, die die Hangneigung zum Befüllen ausnutzten. Nun gehen wir in südlicher Richtung durch einen sehr „wallonischen“, d.h. anarchisch gebauten, Stadtteil. Schmale und verwinkelte Wohngebäude wechseln sich ab mit kleinen Industriegebäuden, z.T. mit Sheds. Wir überqueren die Eisenbahn, die sich hier gabelt Richtung Brüssel bzw. Charleroi und erreichen durch eher großstädtisches Umfeld die Sambre an der „Pont de Liberation“ im Stafdtteil Salzinnes 500 m flussab der ersten Sambre- Schleuse. Gegenüber ein Anlegesteg, wo gerade ein kleines Fahrgast-Boot vom Typ „Namourette“ ablegt. Wir stellen fest, dass diese Boote im 20-Minuten-Takt zwischen Salzinnes und dem Stadteil Jambes unterhalb der Zitadelle pendeln für 50 Cent pro Station und beschließen ein Intermezzo per Schiff. Am Zielort angekommen bummeln wir ein wenig am rechten Ufer der Maas mit Yachthafen und Blick auf die Zitadelle sowie Friture für die hungrigen Deutschen. Das auserwählte Boot für die Rückfahrt legt drei Minuten zu früh ab, so dass wir weitere 20 Minuten Zeit gewinnen. Wieder zurück in Salzinnes beginnt der dritte Abschnitt der Tour innerhalb der Flussschleife der Sambre zwischen Namur und Ronet. Zunächst durch ein bürgerliches Quartier wandern wir entlang dem Eisenbahn- Ausbesserungswerk mit einer Mischung aus alten und neuen Hallen. Wir erreichen dann die Zufahrt- Eisenbahn zum Werk, gehen durch ein großes Bildungsinstitut mit Sportflächen die Sambre und überqueren sie „wild“ auf der Brücke 3 dieser Eisenbahnstrecke. Auf einem schmalen, teils zugewachsenen Fußweg zwischen Eisenbahn und Sambre erreichen wir nach etwa zwei Kilometern die Schleuse Salzinnes. Der Unterhaltungszustand des Sambre-Kanals ist mäßig; die Uferböschung ist an vielen Stellen beschädigt. Heute, am Sonntag, wenig Schiffsverkehr, die Sambre ist von Charleroi.Monceau bis zur Mündung für Europa-Schiffe bis 1300 t ausgebaut (weiter oberhalb bis Maubeuge nur für den Peniche-Typ mit 200 t). Wir besichtigen kurz die Schleuse mit etwa zwei m Höhenunterschied. Wir unterqueren nun die Eisenbahnstrecken Namur Brüssel (schon hier stark ansteigend) /Charleroi, jeweils durch einen kleinen Tunnel für Fußgänger und Radfahrer. Diese Tunnel erlauben eine sichere Verbindung zwischen der Sambre und dem Beginn des Bahntrassenradwegs auf der Ligne 142 und sind heute Bestandteil des Fernradwegs RAVEL 2. Wir gehen etwa zwei km auf der Ligne 142, die offenbar sehr beliebt ist. Sie steigt an, um auf die Hochfläche nördlich der Maas zu gelangen. Mehrere Brücken, die die Strecke anfangs über-, später unterqueren, da die Eisenbahn hier schon an Höhe gewonnen hat. Nun sind wir wieder fast am Ausgangspunkt angekommen. Über einen steilen Abzweig erreichen wir den westlichen der beiden am Anfang gesichteten Kalk-Steinbrüche und besichtigen die Ofen-Reste. Durch zwei kleine Unterführungen unter der Ligne 142, die die Straße im Einbahnsystem passiert, erreichen wir nun den 4 Ausgangspunkt und stärken uns in der benachbarten Snack-Bar. Als Dessert fahren wir mit dem Auto noch zum Rangierbahnhof Ronet und dem zweiten großen Ausbesserungswerk mit einem verlassenen Werkstattgebäude im Stil des frühen Stahlfachwerks, mit Ziegeln ausgefacht. Mehrere der älteren Hallen haben an den Stirnseiten eine Fake-Verkleidung aus blauem Trapezstahl erhalten. Nach einer kurzen Irrfahrt besichtigen wir zum Schluss den klassisch schönen Beton-Wasserturm im Dorf Saint-Marc nördlich von Namur (etwas außerhalb).
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© 2014 GLOW Stand: 17.10.13
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