Heimatmuseum der Stadt Herrnhut
 
Museum / Sammlung | Veranstaltungsort
Im Jahr 1722 gründeten mährische Glaubensflüchtlinge auf dem Land des pietistisch geprägten Reichsgrafen NIKOLAUS LUDWIG VON ZINZENDORF den Ort Herrnhut. Bald wurde Herrnhut zum Ausgangsort der Herrnhuter Brüdergemeine. Auch die weltweite Missionstätigkeit dieser evangelischen Freikirche hat hier ihren Ursprung.
Im Herzen der Stadt findet sich das Herrnhuter Heimatmuseum. Hier wird dem Besucher neben der Ortsentwicklung auch die damit eng verbundene Geschichte der Herrnhuter Brüdergemeine anschaulich nahe gebracht.
Kernstück des Heimatmuseums sind drei original erhaltene Wohnräume mit zeit-typischem Interieur. Besonders hervorzuheben hierbei ist das komplett eingerichtete sogenannte 'Biedermeier-Zimmer'. Die Wohn- und Lebenskultur dieser Zeit ist in diesen Räumen gut spürbar. Viele kunsthandwerkliche Details, Uhren, Porzellan, Gemälde und Grafiken verstärken den Gesamteindruck.
Als kunsthistorisch herausragende Exponate seien Gemälde von GUSTAV GRUNEWALD, ANTON GRAFF und ADOLF ZIMMERMANN sowie eine astronomische Uhr von 1785 aus der Produktion von DAVID ROENTGEN und PETER KINZING genannt.
Im Keller des Heimatmuseums wird die Entwicklung des örtlichen Handwerkes und des Transportwesens in Herrnhut durch viele historische Ausstellungsstücke lebendig gemacht.
Zum Museum gehört ein im barocken Stil angelegter Garten mit einem Gartenhaus von 1770. Auch diese Bereiche sind für die Museumsbesucher zugänglich und geben einen guten Einblick in die damalige Gartenkultur.

In diesem Museum erhalten Sie anhand von Bildern und Dokumenten einen Einblick in die Geschichte der Herrnhuter Brüdergemeine, die unmittelbar mit der Ortsgeschichte verbunden ist. Die Alt-Herrnhuter Stuben, mit Biedermeier-Mobiliar, handgefertigten Tapeten und kostbare Handarbeiten, lassen Sie Original-Herrnhuter Wohnkultur erleben. Bilder von zum Teil bekannten Künstlern können Sie betrachten; beispielsweise von Anton Graff (1736 - 1813), Gustav Grunewald (1805 - 1878), Adolf Lier (1826 - 1886) sowie von dem Lausitzer Maler Max Langer (1897 - 1985).

Vorzügliche Intarsienarbeiten an den Möbeln sowie Öfen des 19. Jahrhunderts tragen zum Flair der Zeit bei und lassen eine abgerundete Gediegenheit erkennen. Besonders interessant sind Bilder aus Menschenhaar, die in der Biedermeierzeit von Herrnhuter Schwestern auf Wunsch gefertigt wurden. Weiterhin finden Sie seltene Lacktabletts der Herrnhuter Manufaktur H.I.Gregor (1820-1850) sowie ein Exemplar des gefragten Herrnhuter Papiers (1765 - 1824).

Sonnenrouleaus von faszinierender Leuchtkraft, eine sogenannte astronomische Uhr (1785), deren Gehäuse eine Arbeit David Roentgens ist, sind ein Teil wunderschöner Sehenswürdigkeiten. Kinderspielzeug, wie Puzzle-Spiele, Puppen, Puppengeschirr und -möbel, Bilderbücher und typische Herrnhuter Spiele lassen nicht nur Kinderherzen höher schlagen.Ein Reise-Harmonium sowie ein seltenes, noch funktionstüchtiges Klavierharmonium von 1880 begeistern viele Besucher. Das regionale Umfeld ist durch einen separaten Ausstellungsteil vertreten. Die typischen Einrichtungsgegenstände geben einen Einblick in die Oberlausitzer Umgebindehäuser. Im Jahre 1996 wurde die ständige Ausstellung für unsere Besucher erweitert. Sie sehen heute auch eine Sammlung von kommunalen Transportmitteln wie eine Roaper (Schubkarre), Schlitten und eine sogenannte 'Dieselameise' (Trittlenker Multicar M21), in der ein Dieselmotor mit Verdampfungskühlung eingebaut ist. In zwei angrenzenden Räumen wird eine Silberschmiedewerkstatt vorgestellt. Eine Sammlung von Werkzeugen, Geräten und Hilfsmitteln stellt die wichtigsten, typischen Handwerksberufe der Vergangenheit unseres Ortes vor.
 
Veranstaltungen Heimatmuseum der Stadt Herrnhut
18.05.2015 - 31.12.2018 |
Max-Langer-Kabinett
28.05.2017 - 08.10.2017 |
Herrnhuter Ansichten - Künstler sehen eine Stadt
Comeniusstr. 6
02747 Herrnhut
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