Exhibiton 1-5
In
meinen Bildern soll sichtbar werden, was Menschen fühlen. Das Sehen mit den
Augen ist weitgehend von den Sehgewohnheiten und Idealen die
Werbung vorgibt, geprägt. Mit geschlossenen Augen den eigenen Körper zu
erfühlen, ermöglicht es, sich weitgehend von den vorgeprägten Vorstellungen
zu befreien. Neue Ästhetikvorstellungen können wachen.
Der
(eigene) bei geschlossenen Augen subjektiv erfühlte Körper ist Mittelpunkt
meines Arbeitens.
Der
Ansatz bedingt die bevorzugte Beschäftigung mit der eigenen Persönlichkeit. Er
soll aber gerade dazu dienen, Menschen zur Beschäftigung mit ihren jeweils
eigenen Viten anzuregen, die sich in ihrem Körpergefühl und Vorstellungen
spiegeln.
Der
Zyklus ("Exhibition 1-5") spielt mit der Möglichkeit, diese neue Ästhetik
des eigenen Körpers gerade an klassischen Orten der Werbeästhetik zu zeigen.
So tritt an die Stelle des völlig Entprivatisierten und Veräußerlichten die
wohl intimste bildnerische Darstellungsmöglichkeit menschlicher Existenz.
Es
entsteht Pornographie in einer völlig ungewohnten Qualität: Nicht äußerlich
sexuelle Ästhetik sondern das innerste Gefühlleben, der subjektiv erfühlte
Lebenslauf wird für alle sichtbar ausgestellt.
Der
Titel der Reihe "Exhibition 1-5" kann als "Ausstellung1-5"
als auch als "Zurschaustellung" im Sinne von Exhibitionismus
verstanden werden.
Die
Reihe versteht sich als Kritik der Werbeästhetik und der durch sie vermittelten
Werte und als Beitrag zur aktuellen Diskussion um Pornographie.