PFARRGEMEINDE

»MARIA KÖNIGIN DES FRIEDENS«

GÖTTINGEN-GEISMAR

Pfarrkirche »Maria Königin des Frieden«
Am Christkönigsfest, dem 30.Oktober 1960, wurde der Grundstein für eine katholische Kirche in Göttingen-Geismar gelegt.
Aus der Urkunde: »Im Jahre des Heiles 1960, am 30. Oktober, am Fest unseres Herrn Jesus Christus des Königs, im 3. Jahre des Pontifikates Seiner Heiligkeit Papst Johannes XXIII., als S. Exzellenz Heinrich Maria Janssen Bischof von Hildesheim . . . war, wurde der Grundstein zu dieser katholischen Kirche in Geismar gelegt.«
Zustrom von Katholiken

In der Landgemeinde Geismar wie im gesamten Landkreis Göttingen wohnten bis zum Kriegsende 1945 nur vereinzelt Katholiken. Jedoch aus dem Strom der Vertriebenen und Flüchtlinge siedelten sich viele katholische Familien hier an. Die Absperrung der Zonengrenze 1952 brachte einen erneuten Zustrom vieler katholischer Familien aus dem benachbarten Obereichsfeld. Noch vor dem Mauerbau 1961 gelang einigen die Flucht nach Niedersachsen.

In der Zietenkaserne im Südosten Göttingens war eine größere Anzahl katholischer Bundeswehrsoldaten stationiert. Da es sich um mehrere Stäbe und ein Musikkorps handelte, waren auch verhältnismäßig viele Familienangehörige hier wohnhaft.

In Geismar wurde 14täglich sonntags die heilige Messe in der evangelischen St. Martinskirche gefeiert. Erfolgreiche Bemühungen führten dahin, dass im Jahr 1960 durch Tausch das heutige Kirchengrundstück an der Geismarlandstraße/Hauptstraße/Ecke Sandersbeek – wo sich eine Reihe Kleingärten sowie eine Wasserader befanden – erworben werden konnte.

Weihe der neuen Kirche in Geismar

Am 29. Oktober 1961 weihte der Hildesheimer Weihbischof Heinrich Pachowiak die neue Kirche. Sie erhielt den Namen »Maria Königin des Friedens«.

Das Patronatsfest wird am 22. August gefeiert. Zum 1. Juli 1963 wurde durch Bischof Heinrich Maria die Kuratiegemeinde (in Kurzform »Maria-Frieden«) errichtet. Sie umfasst neben Geismar die Landgemeinden Beienrode, Benniehausen, Bischhausen, Gelliehausen, Groß Lengden, Kerstlingerode, Klein Lengden, Rittmarshausen, Sattenhausen und Wöllmarshausen.

Im Jahr 1964 wird Geismar durch das Göttingen-Gesetz zu einem Ortsteil Göttingens.

Pfarrer der Gemeinde »Maria Königin des Friedens« waren Pastor Karl-Heinz Schulz (1963–1966), Pastor Othmar Thiell (1966–1972), Pfarrer Winfried Pfitzner (1972–1987).

Seit 1. September 1987 leitet Pfarrer Manfred Barsuhn die Gemeinde. In der Kerngemeinde Geismar wohnen derzeit etwa 3.500 und in den Landgemeinden des Gartetales, die zur Filial-Kirche Hl. Kreuz gehören, derzeit ca. 600 Katholiken.

Pfarrgemeinde »Maria Königin des Friedens«

mit Filialkirchen »St. Norbert«, Friedland,

und »Heilig Kreuz«, Rittmarshausen

Logo: »Die 3 Kirchen der Gemeinde«

1997 wurde Maria Frieden incl.der Filial-Gemeinde, zu der 10 Dörfer des Gartetals gehören, mit der Gemeinde St. Norbert in Friedland zu einer Seelsorgeeinheit zusammengefasst. Die Leitung dieser Seelsorge-Einheit (SE) obliegt Pfarrer Manfred Barsuhn.

Am 1.November 2006 wurde Maria Königin des Friedens im Zuge der "Kurz- und mittelfristigen Strukturplanung der Diözese Hildesheim »Eckpunkte 2020«" mit der bisher selbständigen Pfarrgemeinde St. Norbert, Fiedland vereinigt.Die vereinigte Pfarrgemeinde trägt den Namen »Maria Königin des Friedens«. St. Norbert wurde FilialKirche. Gemeindeleiter ist Pfarrer Manfred Barsuhn. Kaplan in Friedland ist Pater Romuald Greh, der gleichzeitig die polnischen Gemeinden der Region und das Grenzdurchgangslager Friedland betreut.

Die Gesamtgemeinde »Maria Königin des Friedens« zählt derzeit ca. 5300 Katholiken, davon sind dem Gemeindeteil Maria Frieden, Göttingen-Geismar ca. 4100 und dem Gemeindeteil St. Norbert, Friedland (mit 19 Dörfern) ca. 1200 Katholiken zuzuordnen.


In der Pfarrkirche »Maria Königin des Friedens Frieden«, Göttingen-Geismar besuchen 16 -18% der Gemeindemitglieder (je nach Gottesdienst-Art) am Wochenende den Gottesdienst. Etwa 20 % der Gottesdienstbesucher sind gelegentlich Gäste.

Die Katholiken polnischer und spanischer Sprache feiern ihre hl. Messen. in der Pfarrkirche Maria Frieden-Göttingen-Geismar.

Die Gemeinde in Göttingen- Geismar freut sich über eine Vielzahl ehrenamtlicher Mitarbeiter/-innen: insgesamt etwa 200 Personen.
26 Messdiener/-innen sowie 31 Lektoren/Kommunionhelfer, 6 Katechet(en)/-innen.
Die große Zahl der Kommunionhelfer ergibt sich durch die Tatsache, dass in Maria Frieden die Kommunion in beiderlei Gestalt gereicht wird.

Gruppen im Kinder- und Jugendbereich:
Mutter-Kind-Kreis – Messdiener – Pfadfinder – Musikband – DJK-Jugend – Charismatiker

Gruppen für den Erwachsenenbereich:
Bibelkreis – Ökumenischer Literaturkreis – Fokolare – Caritas – Familie – Frauen – Handarbeit – Kindergottesdienstvorbereitung – ökumenischer Singkreis – Schönstatt – Senioren – Skat – Wandern – Frauengymnastik – DJK – Kirchencafé – Agape – Kirchenausbau-Verein – Gemeinde-Mission – Krankenbesuchsdienst. Der Pfarrgemeinderat arbeitet in Ausschüssen für: Liturgie – Mission/Katechese – Ökumene – Soziales – Ausländer – Familie und Jugend – Feste – Sport – Gruppen – Öffentlichkeit und Bildung.

Angeschlossen an die Gemeinde sind die Kindergärten »Maria Frieden«, Göttingen Geismar u.»St. Norbert«, Friedland.

Große Bedeutung hat der »Angelus-Mittagstisch«, der erste Gemeinde-Mittagstisch dieser Art weit und breit. Jung und alt, reich und arm, Frauen und Männer, katholisch und nicht katholisch – am Tisch sind sie eine Gemeinschaft, jede Woche Dienstag bis Freitag. Beim Angelus-Gebet vor dem Essen werden Einsame und Kranke der Gemeinde unter Gottes Schutz gestellt

Besondere Schwerpunkte der Gemeindearbeit sind:

Öffentlichkeitsarbeit (z.B. die regelmäßigen Veröffentlichungen in den Presseorganen und die nahezu tägliche Aktualisierung unserer Homepage - www.maria-frieden.dabakus.de.).

Gemeindemission (z.B. »Kleine Christliche Gemeinschaften« in den 29 Dörfern, die nach der Fusion zur Gesamtgemeinde gehören)

Jugendarbeit.( z.B. 72 Stunden-Projekt der Jugend: »besser jetzt« mit 25 Jugendlichen)

Fusion der Teilgemeinden optimieren, mit Leben anfüllen, Synergieeffekte nutzen.


Filial-Gemeinde St. Norbert, Friedland
Zugehörigen Ortschaften:
Atzenhausen, Ballenhausen, Dahlenrode, Deiderode, Dramfeld, Elkers Elkerhausen, Groß Schneen, Klein Schneen, Lichtenhagen, Ludolfshausen, Mollenfelde, Niedergandern, Niedernjesa, Obernjesa, Reckershausen, Reiffenhausen, Stockhausen, Sieboldshausen und Volkerode
Gruppen: Kindergottesdienstkreis – Ministranten – Bibelkreis – Bläser-Chor - Kolpingfamilie – Seniorenkreis – Seniorenbesuchsdienst
Filial-Kirche St.Norbert Friedland

Planungen des Bistum
In der „Kurz- und mittelfristigen Strukturplanung für die Diözese Hildesheim »Eckpunkte 2020«“, die am 15. Dezember 2003 vom damaligen Hildesheimer Bischof Dr. Josef Homeyer verabschiedet wurde, hat das Bistum Hildesheim angekündigt, seinen Bestand an Immobilien zu reduzieren, weil die vorhandenen Finanzmittel nicht ausreichen, um die Substanz sämtlicher Gebäude zu erhalten.
Die Gemeinde Maria Frieden ist insofern davon betroffen, dass die Kirche »Heilig Kreuz« in Rittmarshausen zur Disposition steht.
Filial-Kirche Hl. Kreuz Rittmarshausen
G. Schröder