Das Phänomen Graffiti ist zwar immer noch ein relativ junges, jedoch weitgehend erforscht und etabliert. Dabei bleibt zu beachten, daß viele Formen und Strukturen, die sich aus der Graffitikultur ableiten, immer noch wenig Präsentationsfläche erhalten.
Das soll sich für Aachen mit der Ausstellung Urban Styles 2.0 ändern.
Nachdem mit der "White Session", einer ersten Ausstellung im Januar dieses Jahres, schon in diese Richtung gearbeitet wurde, beschäftigt sich die Fortsetzung der Reihe auch diesmal wieder mit Künstlern und Arbeiten aus dem urbanen Graffitibereich.
Ziel ist es, dem interessierten Aachener und euregionalen Publikum eine Auswahl an kontemporären lokalen, nationalen und internationalen Künstlern zu präsentieren. Dabei liegt der Schwerpunkt weniger auf einer bestimmten Stilrichtung, eher soll eine Bandbreite an Arbeiten und Künstlern lose miteinander verknüpft werden, ohne Wertung oder verkopftes Forcieren, fernab von einem durchprofessionalisierten Kunstbetrieb. Künstler, die seit langem in Aachen arbeiten, stehen so nebeneinander mit Künstlern aus Berlin, Maastricht oder Frankfurt.
Leinwände, Fotografie, Print und Installationen werden zu sehen sein. Dargestellt wird das ganze in einer Mischform zwischen Ausstellung und Künstlerflohmarkt, einige der Künstler werden auch vor Ort sein. Ziel ist nicht die museale Adelung von Straßenkunst, gefragt ist eher Interaktion und Austausch. So werden auch wie bei der letzten Ausstellung in der Raststätte wieder "vor Ort" weiße Leinwände von einzelnen Künstlern gestaltet. Somit bekommt man als Gast den Entstehungsprozeß live und direkt mit. Des weiteren wird auch die Rollfassade der Raststätte eine neue Gestaltung durch die einzelnen Künstler erfahren.
Am Samstag, dem 23.05.09, werden ab 16:00 die Tore geöffnet. Bis 22:00 kann man im Innenhof diverse Arbeiten betrachten und in einer Art "Flohmarkt" umherschlendern und auch Dinge käuflich erwerben. In der Raststätte selber wird es gleichzeitig eine klassische Ausstellung geben, die noch am Sonntag zu sehen sein wird.